Koordinierungsstelle Umweltbildung Lichtenberg

Warum eine Koordinierungsstelle?

2012 wurde vom Senat die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt beschlossen.

Diese Strategie basiert auf der sogenannten „Agenda 21“, einem Aktionsprogramm der Vereinten Nationen. 178 Staaten trafen sich 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und verabschiedeten Leitlinien zur nachhaltigen Entwicklung für das 21. Jahrhundert. 2007 wurde die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ von der deutschen Bundesregierung beschlossen und 2012 schließlich die Berliner Strategie.

In dieser heißt es: „…Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, Lebensräume, Ökosysteme, Tier- und Pflanzenarten und deren genetische Ressourcen im Einklang mit der Fortentwicklung der Stadt zu erhalten.“ (Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz).

Weiter heißt es: „Berlin fördert Umweltbildungseinrichtungen (einschließlich der Waldschulen) und verankert das Thema `Biologische Vielfalt` in Umweltinformations-, Bildungs- und Erlebnisangeboten.“

Ziel Nr. 30 der Strategie besagt, dass jeder Grundschulklasse einmal im Jahr der Besuch einer Umweltbildungseinrichtung ermöglicht werden soll.

Dies umzusetzen ist eine zentrale Aufgabe der Koordinierungsstelle. Hierfür hat sie im August 2020 ihre Arbeit aufgenommen. In Berlin hat nun fast jeder Bezirk eine solche Koordinierungsstelle.

Auf welcher Grundlage?

Die Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung Lichtenberg wird finanziert durch das Bezirksamt Lichtenberg, Umwelt- und Naturschutzamt.

2019 wurde ein umfassendes Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Umweltbildungssituation im Bezirk darstellen sollte. Der Naturschutz Malchow e.V. wurde mit dieser Aufgabe betraut und befragte Grundschulen und Einrichtungen mit Umweltbildungsangeboten, besuchte Grünflächen und untersuchte diese auf deren Eignung für Umweltbildungsangebote und stellte sie im Gutachten dar.

Deutlich wurde, dass es wunderbare Angebote im Bezirk gibt, dass Lichtenberg ein grüner Bezirk ist, aber auch, dass das Angebot nicht ausreicht, um alle Grundschulklassen mit einem jährlichen Angebot zu versorgen.

Aufgaben der Koordinierungsstelle

Als Koordinatorinnen für Natur- und Umweltbildung sind wir Ansprechpartnerinnen für Nutzer*innen und Anbieter*innen von Umweltbildung und andere interessierte Menschen.

Wir stellen eine Schnittstelle zwischen Schulen und außerschulischen Lernorten dar und fördern und stärken aktiv die Zusammenarbeit zwischen allen Akteur*innen der Umweltbildung.

Wir kümmern uns um die Vernetzung der Natur- und Umweltbildungseinrichtungen und Freiberufler*innen auf diesem Gebiet.

Die Gewinnung weiterer Umweltbildner*innen für Grundschüler*innen und das Vermitteln von Fortbildungen für Lehrer*innen ist einen weitere Aufgabe. Lehrer*innen werden befähigt, eigenständig Umweltbildung mit ihren Schüler*innen zu gestalten und diese individuell an ihren Rahmenlehrplan anzupassen.

Hierfür können Lehrer*innen auf unserer Homepage unter der Rubrik Servicebereich regelmäßige Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich Umweltbildung sowie Arbeitshilfen für den Unterricht finden.

Unter der Rubrik Umweltbildung finden Sie Einrichtungen sowie Referenten*innen und deren Angebote für Kitas, Schulen und Familien im Bezirk als auch berlinweit.

Unter der Rubrik Karten können Sie sehen, wo sich die Angebote befinden. Außerdem finden Sie eine Darstellung aller Frei- und Grünflächen im Bezirk, die sich für Umweltbildung im Freien eignen.

Gemeinsam mit den Akteur*innen der Umweltbildung Lichtenberg soll entschieden werden, ob die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems für Umweltbildungseinrichtungen, schulische Einrichtungen und freiberufliche Umweltbildner*innen erarbeitet wird.

Qualität im Sinne des Qualitätsmanagements orientiert sich am Kunden (Kundennutzen). Entscheidend ist demnach in der Umweltbildung nicht, was der/die Umweltbildner/in für gut und nützlich hält, sondern was die Abnehmer davon halten. Dazu zählen übrigens auch die potenziellen Abnehmer, also alle, die nicht an Umweltbildung teilnehmen.

Qualität haftet nicht allein dem Produkt oder der Dienstleistung an, sondern sie entsteht in allen Bereichen und auf allen Ebenen der Organisation. Das bedeutet, dass alle Mitarbeiter dafür zuständig sind.

Für die Qualitätssicherung und Verbesserung der Umweltbildungsangebote aller Akteur*innen im Bezirk Lichtenberg würden dann verbindliche und verlässliche Kriterien erarbeitet werden, die allen Partner*innen ein hohes Maß an Professionalität der Arbeit garantieren.

Unsere Bürozeiten:

Wir bitten Sie, persönliche Termine zu vereinbaren.

Verkehrsanbindung

Vom S-Bahnhof Hohenschönhausen mit dem 154er Bus in Richtung Buchholz-West, Aubertstraße oder vom S-Bahnhof Blankenburg mit dem 154er Bus in Richtung U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz bis Haltestelle Malchow/Dorfstraße und mit dem 259er Bus (S-Bahnhof Buch) Malchow/Dorfstraße - Berliner Allee / Indira-Ghandi-Straße.